Nächster Halt: Mobilität und Öffis

Volles Haus in Griffen, wo über die Zukunft der Mobilität diskutiert wurde.

Mehr als 80 Personen aus Unterkärnten folgten der Einladung von Clubobmann Markus Malle und LH-Stv. Martin Gruber zum 4. Stopp der „Gut für Kärnten-Tour“. Diesmal drehte sich alles um Mobilität und öffentliche Verkehrsmittel. Dazu konnten zwei profunden Experten gewonnen werden. Fahrgast-Kärnten-Obmann Markus Lampersberger und Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig.

Eines vorweg: Das Auto wird aus unserer Gesellschaft nicht verschwinden. Was aber möglich ist, ist ein größtmögliches Angebot für alle zu schaffen – und hier ist Kärnten auf einem guten Weg. Fahrgast-Kärnten Obmann Markus Lampersberger zeigte in seinem Vortrag, was sich in den letzten Jahren im öffentlichen Verkehr bereits alles getan hat. Besonders positiv hob er den Mobilitätsbeitrag hervor, der künftig die kostenlose Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln für Urlaubsgäste ermöglichen wird.

Als größte Herausforderung nannte Lampersberger die Zersiedelung. Für die Zukunft wünscht er sich 2 bis 3 zusätzliche Bahnhöfe im Bereich von Siedlungen sowie ein vereinfachtes Tarifsystem. Seinen Vortrag schloss er mit einem klaren Appell: „So gut wie jetzt war das Angebot noch nie. Es wird aber nur so bleiben, wenn möglichst viele Menschen das Angebot auch nutzen.“

Die Leidenschaft für den öffentlichen Verkehr war bei Verkehrslandesrat Sebastian Schuschnig nicht nur an seinen Bus-Socken erkennbar. Für ihn ist der öffentliche Verkehr ein entscheidender Standortfaktor. Die Koralmbahn ist nicht nur ein echter Game-Changer, sondern eine Lebensader, die einen neuen Lebens- und Wirtschaftsraum geschaffen hat. Seit 2018 wurde das Budget für den öffentlichen Verkehr verdoppelt – mit eindrucksvollen Ergebnissen: ein Plus von 30 % im Bereich der Schienenverkehr, eine Steigerung von 40 % bei Busbereich, neue Taktungen, der Ausbau von Tagesrand-Angeboten, das S-Bus-System, Fokus auf die Mikro-ÖV-Angebote sowie der IC-Halt in Kühnsdorf seien dafür nur einige Beispiele.

In der abschließenden Diskussion lobte das Publikum das erweiterte Angebot. Gleichzeitig wurde über fehlende Parkplätze bei Bahnhöfen und Park & Drive Möglichkeiten gesprochen. Und der ein oder andere wird sich künftig die Möglichkeiten mit Öffis zu reisen in Zukunft sicher näher anschauen.

Mit dabei waren die LAbg. Hannes Mak, Herbert Gaggl, Michael Maier, Ronny Rull und Stefanie Ofner, die Nationalräte Elisabeth Scheucher- Pichler und Johnny Weber, Hausherr und Bürgermeister Max Müller, LR a.d. Christian Benger und LAbg. a.d. Franz Wieser.

 

 

 

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