Wichtiger Schritt in der 4-Parteien-Einigung zur Windkraft: Landtag hat die Zonierung für Kärnten heute einstimmig beschlossen. Noch im Frühjahr folgen Daten zu Lücken in der Produktion.
(Klagenfurt) – Wie schon im Energie-Ausschuss hat heute auch der Kärntner Landtag die Windkraft-Zonierung einstimmig beschlossen. „Jetzt ist die Rechtssicherheit für Bevölkerung und potenziellen Betreibern von Windkraftanlagen hergestellt“, sagt ÖVP-Landtagsabgeordneter Herbert Gaggl. „Die möglichen Gebiete für Windräder werden auf jene beschränkt, auf denen bereits Anlagen stehen – maximal 50 Windräder kann es in Kärnten geben.“
Auch Landeshauptmann-Stellvertreter und Raumordnungsreferent Martin Gruber begrüßt den Landtagsbeschluss. „Es ist gelungen, ein sehr heikles, aber strategisch wichtiges Thema zu lösen, das das Potenzial hatte, die Kärntner Gesellschaft zu spalten. Nun gibt es einen tragfähigen Kompromiss statt einem politischen Dauerkonflikt“, sagt Gruber. Energie-Landesrat Sebastian Schuschnig dazu: „Wir haben eine Lösung gefunden, die Notwendiges in puncto Versorgungssicherheit mit dem Schutz von Landschaft und Natur in Einklang bringt. Zugleich erfüllen wir damit auch unsere EU-rechtlichen Vorgaben.“
„Es ist eine restriktive Ausweisung, die insgesamt nur 0,078% der Kärntner Landesfläche betrifft“, so Gruber weiter. „Die Vier-Parteien-Einigung wird von uns auf Punkt und Beistrich eingehalten.“
Mit dem heutigen Landtagsbeschluss ist die 4-Parteien-Einigung weitgehend umgesetzt. Offen ist noch die Analyse der Winterstrom-Lücke. Ein etwa einem Monat sollen die Österreichische Energieagentur die Ergebnisse vorlegen. Dann ist klar, wie viel zusätzliche Stromproduktion Kärnten vor allem im Winter benötigt, um den Bedarf zu decken. Außerdem wird die Energieagentur mögliche Szenarien vorlegen, wie Kärnten die Lücke schließen kann. Schuschnig kündigt an: „Sobald die Daten vorliegen, werden wir Gespräche mit allen Landtagsparteien suchen.“

