Herbert Gaggl hat klare Erwartungen an das klärende Gespräch zwischen LH Fellner, dem Kärntner Stromnetzbetreiber und der Kelag.
„Es ist zu begrüßen, dass Landeshauptmann Daniel Fellner die galoppieren Netztarife für Stromkunden zur Chefsache erklärt hat“, so ÖVP-Abgeordneter Herbert Gaggl als Vorsitzender des Energieausschusses im Landtag. „Ich erwarte mir klare Ergebnisse im Sinne der Kärntner Stromkunden.“
Für Gaggl ist es inakzeptabel, dass die Netzgebühren in Kärnten um rund 10 Prozent steigen, während sie im Österreichschnitt um rund 4 Prozent sinken. „Die Kärntnerinnen und Kärntner sind seit Jahren mit den höchsten Netztarifen österreichweit belastet“, kritisiert Gaggl. „Weitere Erklärungsversuche oder Ausreden sind zu wenig – es braucht einen Dämpfungspfad für die Steigerungen, wie sie andere Netzbetreiber auch zuwege bringen.“ Gefragt sei jetzt, dass „konkrete Vorschläge und Lösungen auf dem Tisch liegen“.
Ähnliches erwartet sich Gaggl auch von der Landeshauptleute-Konferenz. „Seit Jahren fordern wir österreichweit einheitliche Netztarife in Österreich, es liegen auch Beschlüsse des Kärntner Landtags vor“, ruft Gaggl in Erinnerung und fordert sie einmal mehr ein. „Kärnten leistet mit seinen Leitungen und Speicherkraftwerken einen wesentlichen Beitrag zu Netz- und Versorgungssicherheit in Österreich“, begründet er. „Es kann nicht sein, dass allein die Kärntner Haushalte und Unternehmen die Kosten dafür schultern müssen.“ Hier brauche es einen Paradigmenwechsel – und den soll LH Fellner mit den anderen Landeshauptleuten in die Wege leiten.

