Schwerpunkt "Pflege"

 

Kärntner Volkspartei setzt auf Pflegeschwerpunkt

Von der Herausforderung, ein nachhaltiges Konzept für die Pflege zu entwickeln, ist Kärnten in besonderem Maße betroffen. Clubobmann Markus Malle kennt die Fakten: „In den nächsten zwölf Jahren steigt die Anzahl an Kärntnerinnen und Kärntner über 65 Jahre um 31 Prozent, während die Gesamtbevölkerung stagniert.“ Schon jetzt haben rund 35.000 Menschen in Kärnten Pflegebedarf. „Wir brauchen eine Lösung für zu Pflegende und auch für die pflegenden Angehörigen“, sagt Gruber klar. Laut Malle muss es das Ziel sein, das Altern zuhause so lange wie möglich, realisierbar zu machen. „Das entspricht dem Wunsch der Menschen und ist für das Land auch am leistbarsten“, so der Clubobmann.

Pflege-Enquete im Kärntner Landtag

Diese Stoßrichtung wurde auch bei der Pflege-Enquete im Kärntner Landtag thematisiert. Experten sprachen über die Herausforderungen für Gesellschaft und Politik. Für die Sozialsprecherin der ÖVP, Silvia Häusl-Benz, steht fest: „Die meisten Menschen wollen zu Hause alt werden, allerdings liegt Kärnten bei der häuslichen Pflege deutlich unter dem österreichischen Durchschnitt.“ Während in ganz Österreich 84 Prozent der Menschen in den eigenen vier Wänden gepflegt werden, sind es in Kärnten nur 79 Prozent. Außerdem: „Zwischen 15 und 20 Prozent der Menschen in Heimen könnten genauso gut zu Hause betreut werden“, so Häusl-Benz. „Es ist die Verantwortung der Politik, hier bedarfsgerechte Angebote zu forcieren.“ Dies gelte für mobile Dienste und stundenweise Betreuung.

Ähnlich sieht es auch Elisabeth Anselm, Geschäftsführerin des Hilfswerk Österreich. „Wir müssen die Lücke zwischen mobilen Diensten und der stationären Pflege zu schließen“, fordert sie. „Dafür muss uns etwas einfallen, weil Menschen in das nächst intensivere und auch teurere System kippen, wenn Angebote fehlen.“ Sie denkt an niederschwellige Formen von betreubarem Wohnen und auch stundenweiser Betreuung zu Hause. Anselm: „Damit kann man auch pflegende Angehörige in der Kraft halten.“ Allerdings warnt sie: „Die Verantwortlichen müssen aufpassen, dass man nicht im guten Willen Ansprechstellen zu schaffen, die Verwaltung aufbläht.“ Die Energie müsse bei den Betroffenen ankommen.

2. Clubgespräch zum Thema "Wer pflegt uns morgen?"

Auch das zweite Clubgespräch widmete sich der Pflege und der Betreuung der Zukunft. Experten diskutierten über die Pflege und Betreuung der Zukunft. Dabei stellte sich der Personalmangel als größte Herausforderung in Kärnten dar. Auf Einladung von Clubobmann Markus Malle diskutierten Horst Krainz, Geschäftsführer des Hilfswerk Kärnten, Wilfried Hude, Direktor der Schule für Sozialbetreuungsberufe, und der diplomierte Pfleger Daniel Köfler mögliche Lösungen – allem voran, wie man ausreichend Frauen und auch Männer für den Pflegeberuf gewinnen kann.

Aktuelles

Beim zweiten Clubgespräch im ÖVP-Landtagsclub diskutieren Experten über die Pflege und Betreuung der Zukunft. Personalmangel als größte Herausforderung in Kärnten.

Was Kärnten braucht, um die Pflege in Zukunft zu sichern.

Anlässlich der Pflege-Enquete des Kärntner Landtags hält Silvia Häusl-Benz fest: „Die Menschen wollen zu Hause altern.“ Mobile Dienste müssen forciert werden.

Die Landesräte Martin Gruber und Ulrich Zafoschnig präsentieren gemeinsam mit Clubobmann Markus Malle die Schwerpunkte für 2019: Pflege, Umwelt und Pendler – Bevölkerungsentwicklung als größte...

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