Grundsätze

Freiheit

Jeder Mensch ist eine freie und deshalb auch für sein Handeln verantwortliche Person. Freiheit bedeutet Selbstbestimmung, die sich auf das Gewissen und die Vernunft jedes Einzelnen stützt. Freiheit entfaltet sich in Gemeinschaft: Die Freiheit des einen endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt. Die wichtigste Aufgabe des liberalen Rechtsstaates ist es, die Freiheit des Menschen zu schützen. Wir treten gegen jede Form staatlicher Bevormundung und für den konsequenten Schutz privaten Eigentums als Ausdruck persönlicher Freiheit ein. Freiheits- und Eigentumsrechte sowie die Privatsphäre müssen auch angesichts technologischer Entwicklungen gesichert und weiterentwickelt werden.

Verantwortung

Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung. Durch seine Freiheit ist der Mensch für sich und für die Gemeinschaft verantwortlich. Die Herausforderungen der Zukunft sind nur dann lösbar, wenn wir Verantwortung im Privatleben, im Beruf, in Gesellschaft und Politik ernst nehmen. Wir treten für eine aktive Bürger gesellschaft ein, die Verantwortung nicht abgibt, sondern wahrnimmt. Soziales Verantwortungsbewusstsein sowie Gestaltungs- und Veränderungsbereitschaft gehen Hand in Hand. Wir vertrauen zuallererst auf die Fähigkeiten der Menschen, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln.

Nachhaltigkeit

Unser Verständnis von Verantwortung für die Schöpfung reicht über die Gegenwart hinaus. Wir bekennen uns mit dem Wert der Nachhaltigkeit zur Verantwortung für die Umwelt sowie die Zukunftschancen der künftigen Generationen. Nachhaltigkeit steht für Denken und Handeln, das Bedürfnisse der Gegenwart deckt, ohne dadurch künftige Entwicklungschancen zu schmälern. Wir setzen uns in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik für zukunftsverträgliche Entwicklungen ein. Die Politik soll den Anforderungen und Bedürfnissen der nächsten Generation entsprechen. Der nachhaltige Umgang mit der Natur und eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung sind keine Gegensätze, sie bedingen einander. Eine Politik des geprüften Fortschritts ist gerade mit Blick auf den Nachhaltigkeitsgedanken wichtig: Neues muss in der Gesellschaft die Chance bekommen, sich auch unter dem Nachhaltigkeitsaspekt zu bewähren. Im Sinn der Wahrung der Schöpfung ist uns auch der Schutz der Tiere ein Anliegen.

Leistung

Leistung ist selbstverständlicher Teil persönlicher Entfaltung und Kreativität. Leistung wird in vielfältigen Zusammenhängen erbracht: in den Familien, in Bildung und Beruf, im Wirtschafts- und Arbeitsleben, in Vereinen, im Ehrenamt. Die Leistungs- und Entwicklungsbereitschaft des einzelnen Menschen ermöglicht und erhöht die Gestaltungs- und Zukunftsfähigkeit der Gemeinschaft. Deshalb fördern wir Fleiß und Leistungswillen und die Bereitschaft zum unternehmerischen Risiko. Unternehmerisches Denken und Handeln im Sinn des „ehrbaren Kaufmanns“ soll in allen gesellschaftlichen Bereichen Leitbild sein: Nachhaltig denken und handeln, den anderen respektvoll zu behandeln und Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen sind allgemein gültige Prinzipien. Leistung muss sich lohnen und darf nicht bestraft werden. Wer Leistung nicht oder nicht mehr erbringen kann, hat Anspruch auf Hilfe der Solidargemeinschaft.

Solidarität

Der Wert der Solidarität fußt auf dem Wissen um unsere gegenseitige Abhängigkeit als Menschen und findet im christlichen Grundsatz der Nächstenliebe seinen besonderen Ausdruck. Wir sehen für jeden Menschen, unabhängig von seiner Leistungsfähigkeit, eine Aufgabe und einen Platz in der Gesellschaft. Wer die Hilfe der Gemeinschaft braucht, soll sie auch bekommen. Solidarität ist keine ausschließlich staatliche Aufgabe. Eigenvorsorge und staatlich verbürgte Solidarität müssen im Gleichgewicht sein. Solidarität ist keine Einbahnstraße. Uns ist nicht nur die Solidarität mit jenen wichtig, die soziale Leistungen in Anspruch nehmen müssen, sondern auch mit jenen, die soziale Leistungen finanzieren und erbringen. Der Einzelne darf von der Gemeinschaft nur das fordern, was er aus eigener Kraft nicht leisten kann. Wir lehnen eine Trittbrettfahrer-Mentalität in allen Bereichen ab. Wer sich gegen die in der Verfassung verankerten Werte der Gesellschaft grundsätzlich stellt, soll auch nicht von ihren daraus abgeleiteten solidarischen Leistungen profitieren.

Subsidiarität

Subsidiarität bedeutet Vorrang für Eigenverantwortung und die kleinere Einheit. Die Einzelnen und kleine Gemeinschaften sollen befähigt werden, ihre Aufgaben möglichst eigenverantwortlich zu lösen. Größere Einheiten sollen jene Aufgaben und Kompetenzen übernehmen, die nur von ihnen zu bewältigen sind. Subsidiarität fördert lebensnahe Lösungen und entlastet übergeordnete Gemeinschaften und den Staat. Dem Subsidiaritätsprinzip soll daher die Aufgabenteilung zwischen lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und internationaler Ebene folgen. Daher treten wir für selbständige Länder und leistungsfähige Gemeinden ein. Subsidiarität ist ein Schlüsselwert im gemeinsamen Europa. Sie ist auch Garant gegen zentralistische Tendenzen in der Europäischen Union.

Gerechtigkeit

Basis der Gerechtigkeit ist die Gleichheit der Menschen in ihrer Würde und Freiheit. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich und müssen den gleichen Zugang zum Recht besitzen. Ungleich sind die Menschen in ihren Anlagen, Fähigkeiten, Begabungen und Interessen. Das ist Ausdruck der Einmaligkeit und Individualität des Menschen. Die große Herausforderung liegt für uns darin, Chancengerechtigkeit für alle Menschen zu fördern. Wir versprechen nicht gleiche Ergebnisse, sondern arbeiten für gerechte Chancen. Wir treten für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern auf allen Ebenen ein.

Landtagssitzungen

Die nächste Sitzung des Kärntner Landtages findet am 21. November 2019 um 9:00 Uhr statt.

Club.Auf.Tour 2019 - Jeweils um 18.30 Uhr

"Stirbt Kärnten aus?"
Was jetzt zu tun ist. 10 Experten - 10 Gespräche

Montag, 18. November
Brauhaus Breznik, Bleiburg
„Unsere Region ist unabhängig“
Bernhard Deutsch, Obmann des Öko-Energielandes Burgenland über eine autarke, regionale Energieversorgung.

ACHTUNG - ABGESAGT! Dienstag, 19. November
Künstlerhaus, Klagenfurt
„Unterschätzt: Standortfaktor Kultur“
Maria Großbauer, Opernball-Organisatorin über den Erfolgs- und Wirtschaftsfaktor Kultur im Standort-Wettbewerb.

 

Bereits stattgefunden:

Montag, 28. Oktober
Wirtschaftskammer Hermagor
„In der Region vorwärtskommen“
Bgm. Peter Brandauer, Mobilitätspionier aus dem Pongau über Chancen und Herausforderungen der Mobilität im ländlichen Raum.

Dienstag, 29. Oktober
Kultursaal Obervellach
„Der Heimat Wert geben“
Bgm. Josef Ober, Gründer des Steirischen Vulkanlandes und Werte-Philosoph über Wertschätzung und Wertschöpfung in der Region.

Mittwoch, 30. Oktober
Schallar2, Karolingersaal, Moosburg
„Bildung macht Zukunft“
Prof. Rudolf Taschner, Wissenschaftler des Jahres und ÖVP-Bildungssprecher über die Bedeutung von Bildung als Standortchance.

Montag, 4. November
Holiday Inn, Villach
Querdenker sind gefragt
Alexander Barendregt, Erfinder des World-Bodypainting-Festival über den Wert von neuen Konzepten und schrägen Ideen.

Dienstag, 5. November
Domenig-Steinhaus, Steindorf am Ossiacher See
„Schöner Wohnen“
Bgm. Helmut Wallner, Gewinner des Europäischen Dorferneuerungspreises 2018 mit seiner Gemeinde Hinterstoder über Architektur und Lebensgefühl.

Mittwoch, 6. November
Stift Sankt Georgen am Längsee
„Rettet das Dorf“
Prof. Gerhard Henkel, der deutsche „Dorf-Papst“ über notwendige Schritte, die jetzt zu tun sind.

Montag, 11. November
Rathaussaal, Radenthein
„Willkommen im digi-Tal“
Christoph Raunig und Patrick Kleinfercher, Gründer des „digitalen Analog-Gartens“ MyAcker.com über Chancen eines digitalen Arbeitsplatzes am Land.

Donnerstag, 14. November
Wirtschaftskammer Wolfsberg
„Notfallpatient Innenstadt?“
Oskar Januschke, Stadtmarketing-Experte aus Lienz über Trends und Chancen des modernen Stadtlebens.

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