ÖVP-Malle: „Ja zu privatem Glyphosat-Verbot, Nein zu einem Schnellschuss“

ÖVP-Clubobmann Markus Malle: „Klares Ja zu Verbot von privater Glyphosat-Nutzung.“ Forderung nach Experten als Auskunftspersonen wurde nicht nachgekommen.

(Klagenfurt) – Nach dem heutigen Ausschuss für Naturschutz, Energie und Umwelt im Kärntner Landtag hält ÖVP-Clubobmann Markus Malle fest: „Das Verbot von Glyphosat für private Anwender ist im Sinne der ÖVP.“ Der vorlegte Gesetzes-Entwurf ziele allerdings auf ein Pauschalverbot ab. Malle: „Damit trifft man eine lange Liste an Pflanzenschutzmitteln.“ Weder die Anzahl an dadurch verbotenen Produkten noch die Auswirkungen auf private Gärten und Grünflächen sind absehbar. Eine Aufklärung gab es auch auf eindringliche Nachfrage bis zur Ausschusssitzung nicht.

Deshalb plädierte Malle in der Ausschusssitzung dafür, Experten als Auskunftspersonen zu laden. „Für einen Beschluss ist es notwendig, sämtliche Folgen des Gesetzes zu kennen.“ Im von der SPÖ vorgelegten Entwurf ist das nicht der Fall. „Der Text ist sogar ohne die zuständige Abteilung in der Landesregierung entstanden.“ Der vorgelegte Gesetzesentwurf könnte nämlich sämtliche bewährte Maßnahmen gegen Läuse, Zünsler und Schnecken in Gärten unterbinden.

Malle erinnert: „Schon der erste Versuch eines Glyphosatverbots ist bei der EU-Kommission abgeblitzt.“ Kärnten soll es mit dem nächsten Entwurf nicht gleich ergehen. „Das Thema ist zu wichtig, um mit einem unprofessionellen Schnellschuss in Brüssel ein weiteres Mal zu scheitern.“

Landtagssitzungen

Die nächste Sitzung des Kärntner Landtages findet am 13. Juni 2019 um 9:00 Uhr statt.

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